CVE-2020-1037
Beschreibung
Eine Sicherheitslücke für die Ausführung von Remotecode besteht in der Art und Weise, wie die Chakra-Scripting-Engine Objekte im Speicher in Microsoft Edge (HTML-basiert) verarbeitet. Die Sicherheitsanfälligkeit könnte den Speicher so verfälschen, dass ein Angreifer im Kontext des aktuellen Benutzers beliebigen Code ausführen könnte. Ein Angreifer, der die Sicherheitsanfälligkeit erfolgreich ausgenutzt hat, könnte die gleichen Benutzerrechte wie der aktuelle Benutzer erhalten. Wenn der aktuelle Benutzer mit administrativen Benutzerrechten angemeldet ist, könnte ein Angreifer, der die Sicherheitslücke erfolgreich ausgenutzt hat, die Kontrolle über ein betroffenes System übernehmen. Ein Angreifer könnte dann Programme installieren, Daten anzeigen, ändern oder löschen oder neue Konten mit vollen Benutzerrechten erstellen. In einem webbasierten Angriffsszenario könnte ein Angreifer eine speziell gestaltete Website hosten, die entwickelt wurde, um die Sicherheitslücke über Microsoft Edge (HTML-basiert) auszunutzen und dann einen Benutzer davon zu überzeugen, die Website anzusehen. Der Angreifer könnte auch kompromittierte Websites und Websites nutzen, die von Benutzern bereitgestellte Inhalte oder Werbung akzeptieren oder hosten. Diese Websites könnten speziell gestaltete Inhalte enthalten, die die Schwachstelle ausnutzen könnten. Das Sicherheitsupdate behebt die Sicherheitsanfälligkeit, indem geändert wird, wie die Chakra-Scripting-Engine Objekte im Speicher verarbeitet.
Quellen & weiterführende Informationen
Hier werden ausschließlich tatsächlich zu dieser Schwachstelle gespeicherte Quellenbelege angezeigt.
Was ist zur Behebung zu tun?
Herstellerhinweise prüfen und das betroffene Produkt kurzfristig patchen oder kompensierende Schutzmaßnahmen aktivieren.
Empfohlene Schritte
- Betroffene Systeme identifizieren: Microsoft edge, chakracore.
- Exposition prüfen: Internet-Erreichbarkeit, Admin-Oberflächen, VPN, Mail- oder Webdienste.
- Hersteller-Advisory öffnen und verfügbare Updates, Workarounds oder Deaktivierungen prüfen.
- Nacharbeiten dokumentieren: betroffene Assets, Maßnahme, Zeitpunkt, Restrestrisiko.
Übergangsmaßnahmen
- Zugriff auf betroffene Dienste auf vertrauenswürdige Netze einschränken.
- WAF/IDS/EDR-Regeln und Hersteller-IOCs aktivieren, sofern verfügbar.
- Nicht benötigte Funktionen, Plugins oder Dienste temporär deaktivieren.
- Administrative Zugänge besonders absichern: MFA, Passwortrotation, Session-Invalidierung.