Externer Angriff auf Kreisverwaltung München
Lagebeschreibung
Ein externer Angriff traf das Medienzentrum München-Land am 20. Oktober 2022, wobei die Daten von 75 Schulen im Landkreis München und Berchtesgadener Land durch Ransomware verschlüsselt wurden. Der Angriff begann vermutlich durch eine Phishing-Mail, die den Zugang zum System ermöglichte. Während die Schulverwaltung lahmgelegt wurde, war der Lehrbetrieb nicht beeinträchtigt. Neue Server wurden installiert, und alternative Lösungen für die Schulverwaltungen wurden vorgeschlagen. Die Daten sind vermutlich nicht in fremde Hände gelangt, und die Wiederherstellung der Daten wird angestrebt.
Quellen & weiterführende Informationen
Die folgenden Links führen zu den zu diesem Vorfall gespeicherten Veröffentlichungen.
Einordnung, Prävention und Versicherbarkeit
Schwere noch unklar: zusätzliche Quellen und technische Details prüfen.
Was hätte vorbeugen können?
- Offline- bzw. immutable Backups vorhalten und Wiederherstellungen regelmäßig testen.
- Administrative Rechte minimieren und privilegierte Zugänge mit MFA absichern.
- Netzsegmentierung sowie EDR/XDR zur Erkennung lateraler Bewegung einsetzen.
- Makros, Skripte und nicht freigegebene Anwendungen technisch einschränken.
- Ransomware- und Notbetriebs-Playbooks regelmäßig üben.
Versicherbarkeit
Ransomware ist grundsätzlich häufig Bestandteil von Cyberdeckungen; entscheidend sind Sicherheitsniveau, Obliegenheiten, Ausschlüsse, Selbstbehalte und die frühzeitige Einbindung des Versicherers.
- Grundsätzlich können Cybervorfälle versicherbar sein; entscheidend sind Police, Obliegenheiten, Ausschlüsse und nachweisbare Mindestschutzmaßnahmen.
- Typische Prüfpunkte: MFA, Patchmanagement, Backups, Logging, Notfallplan, Dienstleisterabhängigkeiten und rechtzeitige Schadenmeldung.
Timeline
Keine öffentlichen Timeline-Einträge.