Externer Angriff auf die Stadtverwaltung Rodgau
Lagebeschreibung
Die Stadtverwaltung Rodgau wurde am 23. Februar 2023 Opfer eines externen Angriffs durch die russische Gruppe „Black Basta“. Die Angreifer verschafften sich mittels eines infizierten E-Mail-Anhangs Zugang und verschlüsselten die Daten. Ein Terabyte an Daten, darunter sensible Informationen wie Personalausweise und Röntgenaufnahmen, wurde entwendet. Die Stadt ging nicht auf die Lösegeldforderungen ein. Die Verwaltung arbeitete zeitweise analog, und die IT-Systeme wurden schrittweise wiederhergestellt. Bislang wurde kein Missbrauch der gestohlenen Daten gemeldet.
Quellen & weiterführende Informationen
Die folgenden Links führen zu den zu diesem Vorfall gespeicherten Veröffentlichungen.
Einordnung, Prävention und Versicherbarkeit
Schwere noch unklar: zusätzliche Quellen und technische Details prüfen.
Was hätte vorbeugen können?
- Offline- bzw. immutable Backups vorhalten und Wiederherstellungen regelmäßig testen.
- Administrative Rechte minimieren und privilegierte Zugänge mit MFA absichern.
- Netzsegmentierung sowie EDR/XDR zur Erkennung lateraler Bewegung einsetzen.
- Makros, Skripte und nicht freigegebene Anwendungen technisch einschränken.
- Ransomware- und Notbetriebs-Playbooks regelmäßig üben.
Versicherbarkeit
Ransomware ist grundsätzlich häufig Bestandteil von Cyberdeckungen; entscheidend sind Sicherheitsniveau, Obliegenheiten, Ausschlüsse, Selbstbehalte und die frühzeitige Einbindung des Versicherers.
- Grundsätzlich können Cybervorfälle versicherbar sein; entscheidend sind Police, Obliegenheiten, Ausschlüsse und nachweisbare Mindestschutzmaßnahmen.
- Typische Prüfpunkte: MFA, Patchmanagement, Backups, Logging, Notfallplan, Dienstleisterabhängigkeiten und rechtzeitige Schadenmeldung.
Timeline
Keine öffentlichen Timeline-Einträge.