Externer Angriff auf die Kreisverwaltung Neuburg-Schrobenhausen
Lagebeschreibung
Ein Trojaner legte am 27. Februar 2024 das Landratsamt Neuburg-Schrobenhausen lahm. Die Mitarbeiter konnten nicht auf internetbasierte Dienste zugreifen, E-Mails weder empfangen noch versenden. Techniker trennten sofort alle Verbindungen, wodurch nur interne Kommunikation möglich war. Einige Abteilungen, wie die Führerscheinstelle, konnten nicht arbeiten. Bis zum Abend war das Amt nur telefonisch erreichbar. Personendaten wurden laut Landratsamt nicht beschädigt oder verloren. Am nächsten Tag war die Normalität wiederhergestellt. Trojaner legt Landratsamt Neuburg-Schrobenhausen lahm Technische Störung im Landratsamt Neuburg-Schrobenhausen behoben
Quellen & weiterführende Informationen
Die folgenden Links führen zu den zu diesem Vorfall gespeicherten Veröffentlichungen.
Einordnung, Prävention und Versicherbarkeit
Schwere noch unklar: zusätzliche Quellen und technische Details prüfen.
Was hätte vorbeugen können?
- EDR/XDR auf Clients und Servern mit zentraler Alarmierung einsetzen.
- Applikationskontrolle und restriktive Ausführungsrichtlinien etablieren.
- Patchmanagement für Betriebssysteme, Browser und häufig angegriffene Anwendungen priorisieren.
- Netzsegmentierung und restriktive Ost-West-Kommunikation umsetzen.
- Forensikfähige Protokollierung und Malware-Response-Playbooks vorhalten.
Versicherbarkeit
Malware-Vorfälle sind in Cyberpolicen häufig grundsätzlich gedeckt, sofern kein Ausschluss greift und die vereinbarten Mindestschutzmaßnahmen eingehalten wurden.
- Grundsätzlich können Cybervorfälle versicherbar sein; entscheidend sind Police, Obliegenheiten, Ausschlüsse und nachweisbare Mindestschutzmaßnahmen.
- Typische Prüfpunkte: MFA, Patchmanagement, Backups, Logging, Notfallplan, Dienstleisterabhängigkeiten und rechtzeitige Schadenmeldung.
Timeline
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