Webseiten von Kommunen Ziel von DDoS-Angriffen
Lagebeschreibung
Ein massiver DDoS‑Angriff legte am 29. Juli 2025 rund 30 Städte und Landkreise in Sachsen‑Anhalt und Thüringen lahm (u. a. Magdeburg, Erfurt, Halberstadt, Burgenlandkreis). Die Websites waren stundenlang nicht erreichbar. In Erfurt erreichten die Attacken kurz nach 8:30 Uhr bis zu 4,5 Mio. Anfragen pro Stunde, der Normalbetrieb wurde gegen 13:00 Uhr wiederhergestellt. Auch die Städte Trier, Freiburg und Nürnberg waren in der Folge betroffen. Ein Datenleck oder Datendiebstahl ist nicht bekannt. Behörden vermuten pro‑russische Hacker hinter der Attacke.
Quellen & weiterführende Informationen
Die folgenden Links führen zu den zu diesem Vorfall gespeicherten Veröffentlichungen.
Einordnung, Prävention und Versicherbarkeit
Schwere noch unklar: zusätzliche Quellen und technische Details prüfen.
Was hätte vorbeugen können?
- DDoS-Mitigation beim Provider, CDN oder spezialisierten Schutzdienst vorbereiten und testen.
- Öffentliche Dienste mit Rate-Limits, WAF/CDN und belastbarem Monitoring absichern.
- Provider-Eskalationswege und technische Ansprechpartner für Angriffsphasen vorab definieren.
- Notfallkommunikation und alternative Informationskanäle für ausgefallene Webangebote vorsehen.
- Kapazitäts- und Architekturtests für besonders exponierte Online-Dienste durchführen.
Versicherbarkeit
DDoS-bedingte Betriebsunterbrechungen können je nach Bedingungswerk über Cyber- oder Betriebsunterbrechungsbausteine versichert sein; Voraussetzung sind regelmäßig ein nachweisbarer Ausfall und die vertraglich vereinbarten Trigger.
- Grundsätzlich können Cybervorfälle versicherbar sein; entscheidend sind Police, Obliegenheiten, Ausschlüsse und nachweisbare Mindestschutzmaßnahmen.
- Typische Prüfpunkte: MFA, Patchmanagement, Backups, Logging, Notfallplan, Dienstleisterabhängigkeiten und rechtzeitige Schadenmeldung.
Timeline
Keine öffentlichen Timeline-Einträge.