Externer Angriff auf die Gemeindeverwaltung Hohenpeißenberg
Lagebeschreibung
Anfang Juli 2021 wurde die Gemeinde Hohenpeißenberg Opfer eines externen Angriffs, der die Verwaltung für mehrere Tage lahmlegte. Die Angreifer drangen über die Sicherungssoftware ins System ein und forderten 40.000 Euro Lösegeld, was die Gemeinde ablehnte. Alle Programme wurden blockiert, die Verwaltung war für einen Tag außer Gefecht. Nach und nach wurden die Systeme wiederhergestellt, ohne dass Daten abgegriffen wurden. Die Verwaltung zeigt sich zufrieden mit dem IT-Dienstleister und betont, dass es keinen vollständigen Schutz gibt.
Quellen & weiterführende Informationen
Die folgenden Links führen zu den zu diesem Vorfall gespeicherten Veröffentlichungen.
Einordnung, Prävention und Versicherbarkeit
Schwere noch unklar: zusätzliche Quellen und technische Details prüfen.
Was hätte vorbeugen können?
- Offline- bzw. immutable Backups vorhalten und Wiederherstellungen regelmäßig testen.
- Administrative Rechte minimieren und privilegierte Zugänge mit MFA absichern.
- Netzsegmentierung sowie EDR/XDR zur Erkennung lateraler Bewegung einsetzen.
- Makros, Skripte und nicht freigegebene Anwendungen technisch einschränken.
- Ransomware- und Notbetriebs-Playbooks regelmäßig üben.
Versicherbarkeit
Ransomware ist grundsätzlich häufig Bestandteil von Cyberdeckungen; entscheidend sind Sicherheitsniveau, Obliegenheiten, Ausschlüsse, Selbstbehalte und die frühzeitige Einbindung des Versicherers.
- Grundsätzlich können Cybervorfälle versicherbar sein; entscheidend sind Police, Obliegenheiten, Ausschlüsse und nachweisbare Mindestschutzmaßnahmen.
- Typische Prüfpunkte: MFA, Patchmanagement, Backups, Logging, Notfallplan, Dienstleisterabhängigkeiten und rechtzeitige Schadenmeldung.
Timeline
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